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Danny Noppert hätte in der jüngsten Folge des Darts Draait Door-Podcasts von Vincent van der Voort und Damien Vlottes zu Gast sein sollen, doch wegen seiner Verpflichtungen bei den World Series-Turnieren in Bahrain und Saudi-Arabien konnte er leider nicht teilnehmen. Dennoch drehte sich vieles um den 35-jährigen Niederländer, der Anfang dieses Monats nicht in die Premier League-Auswahl berufen wurde.
ie vorherige Folge der Podcast-Reihe nahmen sie fünf Minuten nach dieser Bekanntgabe auf. Schon damals machten sowohl Van der Voort als auch Vlottes klar, dass sie die Entscheidung, Noppert nicht zu den acht Spielern zu zählen, nicht teilen. Nachdem die beiden nun eine Woche Zeit hatten, darüber nachzudenken, ist der Frust nicht kleiner geworden.
„Wenn man die ganze Woche darüber nachdenkt, wird meine Laune nicht besser. Dann hältst du es einfach für eine Schande“, eröffnete Van der Voort. Was ihn vielleicht noch mehr stört: die relative Stille darum herum. „Aber wenn du siehst, wie wenig Aufruhr es gibt, merkst du, dass eigentlich jeder daran gewöhnt ist, dass diese Organisation (die PDC, Red.) lächerliche Entscheidungen trifft. Dass man es für normal hält, dass da ein paar Idioten sitzen, die machen, was sie wollen. Darauf läuft es hinaus.“
In ihren Augen ist das Muster inzwischen allzu offensichtlich. Vlottes: „Dass Danny Noppert zum vierten Mal in seiner Karriere, viertes Mal in Folge, erleben muss, dass jemand, der tiefer in der Weltrangliste steht, vor ihm eingeladen wird.“ Und Van der Voort ergänzt den Kern des Problems: „Man hofft doch, dass das Sportliche zählt und nicht, wer am besten ins Bild passt. Dann ist das erneut ein Fehlgriff, und das ist schade.“
Die Premier League Darts-Auswahl hat zahlreiche Darts-Fans dazu gebracht, zu diskutieren und aufzuarbeiten, wer dabei sein musste und wer unglücklich außen vor blieb. Einer der Unglücklichen war Nathan Aspinall, der nach einem starken Jahr 2025 auf der Bühne nicht berücksichtigt wurde.
Er gewann drei European-Tour-Titel, führte die European Tour Order of Merit mit großem Vorsprung an und erreichte zudem das Finale der Players Championship Finals, in dem er Luke Littler mit 8:11 unterlag. Eine Reihe beeindruckender Auftritte blieb bei vielen hängen, aber offenbar nicht bei der PDC, die ihm die Rückkehr in die Premier League verwehrte.
Paul Nicholson hat sich zur Lage geäußert und eingeräumt, dass er „The Asp“ für den am härtesten Getroffenen hält. „Von allen, die ausgelassen wurden, ist Nathan Aspinall wahrscheinlich derjenige, der am meisten enttäuscht ist“, sagte er und erinnerte daran, was er im vergangenen Jahr in das Event eingebracht hat.
„Wenn man daran denkt, was er in der Premier League 2025 geleistet hat, wie aufregend es war, ihm Woche für Woche zuzusehen und wie viel er in jede einzelne Woche gesteckt hat, wird er sich sehr benachteiligt fühlen.“
Die neue Darts-Saison ist nun richtig gestartet. Das Winmau World Masters war am vergangenen Wochenende Beute für Luke Littler, der damit eine der letzten weißen Flecken auf seiner Palmarès geschlossen hat.
Mitte Januar wurden bereits die Bahrain Darts Masters und die Saudi Darts Masters ausgetragen, dies sind jedoch keine Turniere, die für die Weltrangliste zählen. Das Winmau World Masters war somit das erste Ranglistenturnier der neuen Saison.
Aus deutscher Sicht führt Martin Schindler das nationale Klassement an. Mit Rang 15 und einem Preisgeld von 463.250 Pfund steht „The Wall“ weiterhin als konstantester deutscher Akteur da und bestätigt seine Rolle als Nummer eins des Landes. Dahinter folgt Ricardo Pietreczko auf Platz 34 (293.750), der trotz schwankender Ergebnisse weiterhin zum erweiterten Kreis der internationalen Konkurrenz zählt.
Gabriel Clemens rangiert aktuell auf Position 47 mit 156.750 und bleibt damit ein fester Bestandteil der deutschen Spitze, auch wenn die ganz großen Erfolge zuletzt ausgeblieben sind. Niko Springer (Rang 54, 130.750) und Lukas Wenig (Rang 62, 102.000) zeigen, dass die nächste Generation nachrückt und sich zunehmend auf der Profitour etabliert.
Max Hopp, lange Zeit das deutsche Aushängeschild, findet sich derzeit auf Platz 70 wieder (59.000) und arbeitet weiter am sportlichen Neustart. Ergänzt wird das deutsche Aufgebot durch weitere Namen wie Dominik Grüllich, Leon Weber, Maximilian Czerwinski und Kai Gotthardt, die zwar noch weiter hinten im Ranking stehen, aber die Breite und Entwicklung des deutschen Dartsports unterstreichen.
Enormer Vorsprung für Littler
Der Gesamtsieg in Milton Keynes ging an Luke Littler, der sich in einem außerordentlich hochklassigen Finale mit 6:5 gegen Luke Humphries durchsetzte. Es war erst Littlers zweite Teilnahme am Masters, im Vorjahr scheiterte er noch im Viertelfinale. Dieser Triumph bringt ihm 100.000 Pfund für die Weltrangliste ein. Dadurch bleibt er selbstverständlich die Nummer eins der Welt. Mit nahezu 3.000.000 Pfund an Preisgeld hat er nun einen Vorsprung von über 1,6 Millionen Pfund auf die Nummer zwei, Luke Humphries.
Die Top Drei werden weiterhin durch Gian van Veen komplettiert. Van Veen erreichte am vergangenen Wochenende das Halbfinale und hat nun knapp 300.000 Pfund Rückstand auf Humphries.
Darüber hinaus ändert sich äußerst wenig. Da es erst das zweite Jahr war, in dem es beim Masters Ranglistenpunkte zu holen gab, musste niemand ein Ergebnis auf der zweijährlichen Rangliste verteidigen, die Spieler konnten nur Geld für die Weltrangliste verdienen. Michael van Gerwen verlor am vergangenen Wochenende direkt in der Auftaktrunde gegen Damon Heta, bleibt jedoch Vierter der Weltrangliste. „Mighty Mike“ hat etwas mehr als 60.000 Pfund Vorsprung auf die Nummer fünf, Jonny Clayton.
Mit Danny Noppert steht ein dritter Niederländer in den Top 10 der Weltrangliste. „The Freeze“ – am vergangenen Wochenende gut für einen Platz im Viertelfinale – ist Zehnter und hat allmählich Ryan Searle und Josh Rock im Visier.